Im Jahr 1245 unserer Zeitrechnung wurde am 03.Dezember erstmals in einer Urkunde unser Ort als "villa Richenberc" erwähnt.
Im Jahr 1245 unserer Zeitrechnung wurde am 03.Dezember erstmals in einer Urkunde unser Ort als "villa Richenberc" erwähnt.
1346 wurde unser Ort ein weiteres mal nun im Abgabenverzeichnis von Dresden als Reichenberg erwähnt.
Ab 1378 unterlag Reichenberg dem »castrum Dresden«, d. h. dem Burgbezirk
und 46 Bauern mussten jedes Jahr im »Vorwerk Ostra« sechs Tage in der Ernte helfen.
1418 wird in einer Urkunde der Weinbau in Verbindung mit unserem Dorf erwähnt und 1556 ist ein Schulraum als »Custodia, ziemliche Behausung« genannt. Der Lehrer wurde als der »Custos« bezeichnet und war aus dem Böhmischen nach Reichenberg geholt worden. Für die Ablösung der Naturalabgaben mit Geldzahlungen war das Erlernen des Schreibens und Rechnens erforderlich. Die Leistungs-fähigkeit der Reichenberger »Winzertätigkeit« ergibt sich aus der kurfürstlichen Rechnung über 11 1/2 Fass Wein.
Im Jahr 1533 erhält die Kirche erstmalig einen Farbanstrich. Knapp einhundert Jahre später stiften die Moritzburger Amtsschösser Philipp und Johannes Knauth die Kanzel und den neuen Taufstein. Der Altar entstammt einer Kirche aus Westsachsen und steht seit 1988 als Dauerleihgabe in Reichenberg.
56 »besessene Mann« entsprechend 56 Familien. Im Durchschnitt jährlich 19 Geburten und ebenso viele Todesfälle.
In der Visitationsakte von 1556 wird nur in drei Worten erwähnt: »Custodia«, ziemliche Behausung. Mit dem Custos, dem Kirchschullehrer, waren die Reichenberger Kinder relativ gut versorgt, denn die anderen eingepfarrten Dörfer ringsum mußten sich bis 1838 mit einem Kinderlehrer begnügen.
Durch Einführung des Mahlzwanges 1568 konnte der Kurfürst die Ernte gut kontrollieren, für die Bauern war das aber eine wirtschaftliche Belastung, weil das Getreide (Roggen, Hafer, Gerste und Weizen) an anderen Mühlen vorbei bis nach Okrilla gebracht werden musste.
Der für die Fischzucht und den Hirseanbau im 16. Jahrhundert in Intervallen von etwa fünf Jahren angestaute »Nauteich« wurde auch aus dem Dorfangergewässer von Reichenberg gespeist.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es in Reichenberg und im Kirchspiel große Hungersnöte.
Schwere Belastungen durch Futter- und Getreidelieferung an preußische und österreichische Soldaten im »Siebenjährigen Krieg«
Im Stil des Spätbarocks mit einem Sattelwalmdach und Teilunterkellerung in Bruchsteinmauerwerk...
Zwei Großbrände und Typhus vernichten 57 Menschenleben und 29 Höfe.
Am 6. November findet die Schlacht bei Reichenberg statt, 20 Tage nach der Völkerschlacht bei Leipzig.
1824 wurde eine Schule am jetzigen Eingang zum Friedhof gebaut.
Auf dem Flurstück 27 der Gemarkung Reicheneberg, August-Bebel-Str. 50, wurde 1878 eine Brauerei mit Gaststätte und Stallungen errichtet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hat es verschiedene Aktivitäten zur Bildung eines Sportvereins gegeben. Heute sind viele verschiedene Vereine im Ort ansässig.
Der Letzte Großbrand vernichtet drei Bauerngüter. Zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Reichenberger wurde 1914-16 die Elektrifizierung ermöglicht.
Der Bürgermeister Herr Weber beauftragte Herrn Sattlermeister Artur Scheibe Personen für eine Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen.
Die Voraussetzung für eine Ansiedlung am Brand war der Zusammenbruch des Weinanbau‘s durch den Reblausbefall im Jahre1889.
1956 Ausgliederung von 650 Reichenberger, die auf eigenen Wunsch nach Boxdorf eingebürgert worden sind.
Reichenberg war ein ruhiger Ort, von Feldern und Fluren umgeben – zum Wetterberg hin sanft, zum Hochland hin stärker hügelig und nach Wahnsdorf zu eher bergig.
Ein gesellschaftlicher Höhepunkt in Reichenberg war das große Dorffest anlässlich der 750-jährigen Ersterwähnung unseres Ortes. Mit Herzblut wurde trotz der wirtschaftlichen Mangelprobleme vom 30. Juni bis 7. Juli ein gelungenes Dorffest mit großem kostümiertem Historienumzug veranstaltet.
Das Gebäude mit Frühstücksraumkonnte im Oktober 1991 mit dann bereits 7 Zimmern fertiggestellt werden.
Der Bauernhof auf der August-Bebel-Str. 69 am Schulteich wurde von Erhart Gommlich ab Juli 1948 gepachtet...
Der erste freigewählte Bürgermeister Peter Schmidt konnte im Freistaat Sachsen 1994 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Boxdorf und Friedewald nicht übernehmen.
Die Geschicke des Bürgermeisters dieser drei Dörfer lagen nun in den Händen von Dr. Paul Storm bis 1998. Eine Verwaltungsvorschrift des Staatsministeriums Sachsen führte schließlich mit einer Vereinbarung zwischen den Gemeinden Moritzburg und Reichenberg 1999 zur Gründung der neuen Gemeinde Moritzburg mit den Ortsteilen Auer, Boxdorf, Friedewald, Moritzburg, Reichenberg und Steinbach.
Die Grundschule Reichenberg wurde 2006 um ein Gebäude erweitert
2009 bis 2012 wurde zur Ortsteilerweiterung die Obergasse geplant und gebaut. Viele der neuen Einwohner haben sich in das Vereinsleben unseres Dorfes mit großem Engagement eingebracht.
Mit 12 Reichenbergern einer freiwilligen Bürgerliste als Wählervereinigung wurde 2011 ein Ortschaftsrat gegründet.
