Heimatliebe, die man erleben konnte – Reichenberger Dorfrunde & Schwof 2026
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Was für ein Tag für Reichenberg! Am Samstag, dem 12. September 2026, hieß es: gemeinsam losziehen, entdecken, rätseln, lachen, miteinander ins Gespräch kommen und am Abend gemeinsam feiern. Unsere Reichenberger Dorfrunde hat gezeigt, wie viel Leben, Gemeinschaft und echte Heimatliebe in unserem Dorf stecken.
Ab 11.00 Uhr machten sich Familien, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren auf den Weg durch Reichenberg. An zwölf Stationen warteten Rätsel, kleine Aufgaben, Aktionen, Geschichten und so manche Überraschung. Wo man seine Runde begann, blieb jedem selbst überlassen. Wichtig war nur, fleißig Stempel und Hinweise zu sammeln und am Ende das richtige Lösungswort herauszufinden.
Für zusätzliche musikalische Stimmung sorgte am Vormittag Steffen Hönack mit seiner Begleitung. An verschiedenen Stützpunkten der Dorfrunde unterhielten sie die Gäste immer wieder mit schönen Liedern und machten damit auch den Weg von Station zu Station zu einem besonderen Erlebnis.
Ganz neu waren außerdem die kleinen QR-Codes an unseren Stationstafeln. Wer sie mit dem Smartphone scannte, konnte kurze Interviews, Erinnerungen und Anekdoten aus unserem Dorf anhören. So bekam die Dorfrunde neben Rätseln und Mitmachaktionen auch eine ganz neue hörbare Seite.
Den Anfang unserer Runde machte der Alte Gasthof. Unter dem Motto „Für’n Äppel und ’n Ei? – Rate mal!“ war hier Köpfchen gefragt. Alte Preise mussten erraten und verschiedene Fragen gelöst werden.
Weiter ging es zur Kirche. Im Kirchgemeindesaal lud unsere wunderschöne Fotoausstellung zur Reichenberger Dorfgeschichte zum Anschauen, Erinnern und Entdecken ein. Ein besonderer Dank gilt hier Frank Dubbert, der sich gemeinsam mit seinen Helferinnen und Helfern aus dem Heimatverein mit viel Engagement um die historischen Fotos und die Gestaltung der Ausstellung gekümmert und sie maßgeblich auf die Beine gestellt hat. Vor der Kirche betrieben die jungen Erwachsenen der Kirchgemeinde den Reichenberger Saftladen und sorgten mit leckeren Getränken für eine willkommene Erfrischung.
An der Grundschule hieß es dann: „Mach Reichenberg bunter & hüpfe weiter!“ Mit Straßenkreide durfte gemalt werden und bei den Hüpfekästchen kamen kleine und große Teilnehmer gleichermaßen in Bewegung.
Am Schulteich passte das Motto „Ente gut, alles gut! Hier bist du richtig im Bilde!“ perfekt: Hier konnten bei Ines und Susanne Enten geangelt werden und ein Fotopunkt sorgte gleichzeitig für eine schöne Erinnerung an die Dorfrunde.
Beim TSV am Sportplatz wurde es anschließend sportlich. Unter dem Motto „Beweg dich, hab Spaß, sei dabei – komm und probier unsere Fitmacherbowle beim TSV!“ wartete eine abwechslungsreiche Mitmachaktion auf die Teilnehmer. Hier waren Bewegung, Geschick und natürlich jede Menge Spaß gefragt. Zur kleinen Stärkung und Erfrischung gab es anschließend die eigens vorbereitete Fitmacherbowle.
Bei unserer Feuerwehr wurde es danach „EIS-kalt“. Die Kameradinnen und Kameraden hatten sich ein eigenes Rätsel ausgedacht und wer dieses erfolgreich lösen konnte, durfte sich zur Belohnung über ein Eis freuen – eine Station, die bei Groß und Klein natürlich bestens ankam.
An der Turnhalle hieß es dann „Kaffeeklatsch beim Heimatverein“. Sie war nicht nur eine Station der Dorfrunde, sondern zugleich der große Treffpunkt des Tages. Hier konnte man einkehren, sich stärken und natürlich auch Rätsel lösen und den nächsten Stempel sammeln. Was rund um die Turnhalle später noch alles geboten wurde, sollte sich am Nachmittag und Abend beim Reichenberger Schwof zeigen.
Weiter führte die Runde in die Obergasse. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir Reichenberg!“ konnten sich die Teilnehmer auf einer gemeinsamen Leinwand verewigen zum Beispiel mit einem Fingerabdruck oder ihrem Namen. So entstand Stück für Stück eine schöne Erinnerung an all diejenigen, die an diesem Tag gemeinsam die Reichenberger Dorfrunde erlebt hatten. Natürlich gehörten auch hier Rätsel und Stempel zur Station.
Am Todhefel hieß es anschließend: „Psst, Reichenberg erzählt.“ Dort erwartete unsere liebe Erzählerin Astrid die Besucher. Kinder und Erwachsene konnten lauschen und schönen Geschichten hören, die Astrid erzählte und vorlas. Eine ganz besondere Station, an der man für einen Moment zur Ruhe kommen und einfach den Geschichten folgen konnte.
An der Einheitslinde waren schließlich die eigenen Gedanken und Wünsche gefragt. Unter dem Motto „Nun wünsch dir was!“ konnten Wünsche und Ideen für Reichenberg, für unser Dorf und für unsere Gemeinschaft hinterlassen werden.
Wer inzwischen eine kleine Stärkung gebrauchen konnte, war an der Alten Brauerei genau richtig. Dort hieß es: „Nu, erscht ma ’ne kleene Stärkung!“ Mit Knackern und Laugenbrezeln konnten neue Kräfte für den weiteren Weg gesammelt werden. Dank an Karla und Moni.
An der Alten Schmiede wurde schließlich fleißig gebastelt und gewerkelt – unter fachkundiger Anleitung von Carmen und Lorina. Ganz passend lautete hier das Motto: „An der Schmiede wird gewerkelt!“
Wer alle Stationen geschafft, fleißig gestempelt und die Hinweise richtig zusammengesetzt hatte, kam schließlich auf ein Lösungswort, das diesen Tag kaum besser hätte beschreiben können: HEIMATLIEBE.
Ab 16.00 Uhr konnten die erfolgreichen Teilnehmer ihre Belohnung an der Turnhalle abholen. Als besondere Erinnerung gab es unsere Sammelmedaille aus Holz. Sie ist das zweite Stück unserer kleinen Reichenberger Sammelreihe, die Jahr für Jahr um ein weiteres Erinnerungsstück ergänzt werden soll. Alternativ konnte man sich über einen kleinen „Reichenberger“ freuen.
Während die letzten Dorfrunden-Teilnehmer ihr Ziel erreichten, begann an der Turnhalle der zweite Teil unseres Tages: der Reichenberger Schwof.
Bereits gegen 15.45 Uhr eröffnete der Reichenberger Posaunenchor musikalisch den Nachmittag im Festzelt. Nach einer kurzen Begrüßung durch unsere Vereinsvorsitzende Karla Herrmann startete um 16.00 Uhr Alf Mahlo mit seiner musikalischen Lesung. Anschließend sorgte die Band “unfolkkommen” für musikalische Unterhaltung. Ab 19.00 Uhr heizte das Schlagerduo „Zwei wie Eins“ dem Festzelt ordentlich ein und sorgte dafür, dass getanzt wurde. Ab 20.00 Uhr übernahm schließlich das DJ-Team der Hütte Boxdorf und brachte noch einmal richtig Stimmung ins Zelt – und die Gäste auf die Tanzfläche.
Auch rund um die Bühne war einiges geboten. Unsere kleinen Gäste konnten sich auf der Hüpfburg austoben oder sich von den Mädels der Funkengarde beim Kinderschminken in fantasievolle Gestalten verwandeln lassen.
Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Am großen Burger-Grillstand gab es verschiedene Burger-Kreationen – darunter beispielsweise den „Reichen Bürger“ und den „Hochland Bürger“. Dazu kamen selbstgekochte Suppe sowie Kaffee und eine große Auswahl an selbst gebackenen Kuchen unserer fleißigen Bäckerinnen aus dem Dorf und aus dem Verein. Am Bierwagen und an unserer Bar mit verschiedenen Mixgetränken blieb ebenfalls kaum ein Wunsch offen.
Doch das Schönste an diesem Tag war das Miteinander. Menschen aus allen Generationen waren gemeinsam im Dorf unterwegs. Es wurde erzählt, gelacht, gegessen, getanzt, alte Bekannte trafen sich und neue Gespräche entstanden. Beim Schwof wurde gemeinsam geplauscht und gefeiert genau so, wie wir uns das als Heimatverein für unser Dorf wünschen.
Ein Tag wie dieser wäre ohne viele helfende Hände nicht möglich. Deshalb möchten wir als Heimatverein Reichenberg/Sa. e. V. von Herzen Danke sagen: allen Vereinen, Gruppen und Mitwirkenden, allen Helfern, unseren Bäckerinnen, den Künstlern und musikalischen Mitwirkenden sowie allen, die uns mit Zeit, Ideen, Material oder tatkräftiger Unterstützung zur Seite standen.
Ein ebenso großes Dankeschön geht an alle Besucherinnen und Besucher, die sich auf unsere Dorfrunde eingelassen, mitgemacht und anschließend mit uns gefeiert haben. Und natürlich danken wir auch unseren Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis, wenn es rund um die Turnhalle am Abend einmal etwas lauter wurde.
Wir sind dankbar, dass wir als Heimatverein solche Veranstaltungen in unserem wunderschönen Reichenberg gestalten dürfen und vor allem dafür, dass dabei so viele Menschen mitmachen, helfen und uns unterstützen. Es macht uns große Freude, gemeinsam mit euch unser Dorf lebendig zu halten und solche besonderen Tage auf die Beine stellen zu dürfen.
Denn am Ende war das Lösungswort unserer Dorfrunde viel mehr als nur die richtige Antwort auf ein Rätsel:
HEIMATLIEBE – genau darum geht es.
Linda Hörl, Heimatverein Reichenberg/Sa. e. V.
Bericht der Autorin, Veröffentlicht im Moritzburger Gemeindeblatt Oktober 2026, https://moritzburg.de/de/amtsblatt.html